Die Geschichte von dem Drachenbaum und hl. Ludgerus
Die Geschichte fängt mit der verbreitenden Sage vom hl. Ludgerus an: Auf dem Hof Schürmann in Bockelsdorf trafen Liudger und der Bauer zusammen. Dieser klagte über Wassermangel, worauf Liudger zwei Gänse ergriff und sie mit den Köpfen in die Erde steckte. Dem Bauer befahl er dort zu graben. Die Gänse verschwanden in der Erde und kamen erst am Fuß des Berges in Billerbeck heraus. An dieser Stelle steht heute der Ludgerus Brunnen.
Der „Drachenbaum“ ist auf Schürmanns Land gewachsen, in der Nähe der heutigen Beerlager Straße. Der Baum wurde „Drachenbaum“ genannt, weil er die Form eines Drachens mit Kopf und Klauen besaß.
Warum gerade dort eine Station mit dem hl. Ludgerus aufgestellt worden war, hängt mit der damaligen Schweinepest zusammen, die in Bockelsdorf herrschte. Die Grenze der Pest ging bis zum Drachenbaum. Die Landwirte auf der anderen Straßenseite hofften und beteten, dass die Schweinepest nicht zu ihnen übergreife. Das Gebet wurde erhört und zum Dank beschloss Familie Schürmann 1843, an dieser Stelle am Drachenbaum ein Denkmal des hl. Ludgerus zu setzen. Durch diese Ereignisse wurde der hl. Ludgerus zum Patron und der Drachenbaum zum Wahrzeichen des Ossensieler Nachbarschaftsvereines (heute Schützenverein).
Doch nach einem Sturm ist der Drachenbaum, der hinter dem Bildstock stand, auf die Figur gefallen und hat sie beschädigt. Eine Hand war abgebrochen und auch die Darstellung des Billerbecker Doms war zerstört.
2004 setzten die Hoferben Clemens und Mechtild Schürmann die aufwändig restaurierte Sandsteinstatue an ihre Hofeinfahrt in Bockelsdorf.

